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Im Mai 2003 wurde bei Bauarbeiten in Czernowitz der Torso der "Austria"-Statue des Wiener Bildhauers Karl Pekary gefunden, die bis zum ersten Weltkrieg auf dem Hauptplatz von Czernowitz stand. Im Jahre 1918 verschwand die über zwei Meter große Statue, die 1875 anlässlich der 100 Jahr-Feier der Besitzergreifung der Bukowina durch die Österreichisch-Ungarische Monarchie errichtet worden war, unter ungeklärten Umständen. 2003 wurde sie ohne Kopf sonst aber in gutem Zustand gefunden. An den Fund der "Austria" knüpft nun das vom Wiener "Institut für kulturresistente Güter" (Abbé Libansky, Barbara Zeidler) konzipierte Kunstprojekt "Czernowitzer Austria" an. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem "bewegten" Europa Was ist Zugehörigkeit und Identität? Lässt sich Identität symbolisch verordnen? Wie wird Identität konstruiert? Welche Symbole haben Zukunft? Diesen, vor dem Hintergrund der Debatten um die "europäische Identität" hochaktuellen Fragen, geht das Kunstprojekt nach. Das gesamte Projekt wird kuratiert von Boris Ondrejicka, Jiri Sevcik, Lucas Gehrmann und Anna Maria Potocka. Die KünstlerInnen aus Österreich, Polen, der Slowakei, der Ukraine und Ungarn erhielten zehn Repliken der Statue und wurden eingeladen, sie mit unterschiedlichen künstlerischen Strategien und Medien neu zu gestalten und zu interpretieren. Die neuen Skulpturen sind ein Geschenk an die Stadt Czernowitz und werden zuvor in europäischen Hauptstädten zu sehen sein. Im Frühling 2007 setzen sich im Rahmen von "Czernowitzer Austria" ForscherInnen und KünstlerInnen bei einem internationalen wissenschaftlichen Symposium in Czernowitz mit dem Umgang mit Symbolen und ihrer Relevanz für Gegenwart und Zukunft auseinander.
Zeitrahmen der Ausstellungen und des Symposiums Mai 2006 - Herbst 2007;
Symposium Sommer 2007; Abschlußpräsentationen: Dez 2007 - Frühling
2008Publikationen
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