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HOCHWASSER
IN KRUMAU
- Millionenschäden
in Schieles Heimatstadt
In
zwei aufeinander folgenden Flutwellen hat das Hochwasser der Moldau in der
Vorwoche auch in KRUMAU
Schäden verursacht - sowohl in der Vorburg als auch in der historischen
Altstadt waren große Teile der als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesenen Bauwerke
überflutet. Auch das Egon-Schiele-Centrum stand nach Angaben der Leiterin
Hana Jirmusova im Erdgeschoss knapp zwei Meter unter Wasser. Einige dort aufgestellte
Skulpturen des Künstlers Jindrich Zeithamml wurden beschädigt, ebenso wie
Inneneinrichtung und Lagerware im Museumsshop und im angeschlossenen Museumscafe.
Der Schaden an der Bausubstanz und der Inneneinrichtung wird derzeit auf rund
300.000 Euro geschätzt. Die Schiele-Sammlung und die laufende Schau
mit Arbeiten von Max Ernst konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht
werden.

Mindestens 400 Mio Kronen (ca 16 Mio Euro) schätzt man vorsichtig, betrage
der Schaden an Gebäuden und Infrastruktur. Die UNESCO hat 50.000US$ Soforthilfe
angeboten, Spenden kommen auch von privaten Stiftungen. Die staatlichen Behörden
in Prag, denen die eigene Hauptstadt und ein Großteil des Landes davongeschwommen
sei, funktionierten aber noch nicht, heißt es. Man müsse warten, was an Mitteln
für Krumau übrig bleibe.
Schon am Tag nach dem Rückgang des Hochwassers hat Bürgermeister Princ die
gesamte Stadt wieder für den Tourismus freigegeben. Die Stadt könne es sich
nicht leisten, jetzt in Apathie zu versinken. Und als Zeichen des neuen Aufbruchs
soll am nächsten Wochenende (31. August/ 1. September 2002) in den bis dahin
notdürftig adaptierten Räumen des
EGON-SCHIELE-CENTRUM eine Ausstellung über das Hochwasser in Krumau eröffnet
werden.
Christian Schrenk war für TREFFPUNKT KULTUR in Krumau und berichtet über Schäden
und Wiederaufbau.
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